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Race Info


DIE EXTREME KAJAK WORLD CHAMPIONSHIP

Zum zehnten Mal in Folge findet auf der legendären Wellerbrückenstrecke im österreichischen Ötztal die adidas Sickline Extreme Kayak World Championship statt. Zwischen dem 05. und 07. Oktober 2017 treffen sich die weltbesten Wildwasserpaddler im längsten Alpental Tirols vor der imposanten Kulisse von 250 Dreitausendern, um den begehrten Weltmeistergürtel zu erkämpfen.

Der als Wellerbrücke bezeichnete Abschnitt der Ötztaler Ache ist massives Wildwasser der Stufe 5, das heißt sowohl technisch schwierig, als auch gefährlich. Jeder noch so kleine Fehler hat Konsequenzen. Die berühmt-berüchtigten Stromschnellen Champions Killer (der letzte Wasserfall der 280-meter langen Rennstrecke) und Champions Killer Minus 1 (die Walze oberhalb des Champions Killers) sind zugleich gefürchtet und beliebt bei Extremkajakern aus aller Welt, die großen Respekt vor dem Flussabschnitt haben, aber genauso darauf brennen, ihn zu bezwingen.

Die Teilnehmer aus aller Welt sind sich einig, dass die adidas Sickline WM einzigartig ist, denn hier treffen Athleten der unterschiedlichsten Kajakdisziplinen - Extrempaddler, Slalomfahrer und Expeditionskajaker - in einem Rennen aufeinander. Durch das Head-to-Head Format ist es schwierig überhaupt ins Finale zu kommen. Jeder, der das schafft, hat die Fähigkeit eine Medaille zu holen.

Im vergangenen Jahr war die adidas Sickline Extreme Kayak World Championship erneut ausverkauft: 175 Athleten aus 29 Nationen gaben ihr Bestes, um ins Finale zu kommen. Zum zweiten Mal in der Geschichte des Events wurde auch ein Weltmeistertitel bei den Damen vergeben. 25 Kajakerinnen waren am Start.Die fünf schnellsten Frauen nach dem Knockout-Semifinale kämpften auf den Wellerbrücke-Stromschnellen um Weltmeisterschaftsehren. Die 26-jährige Britin Sandra Hyslop, die im vergangenen Jahr noch auf Platz fünf landete, sicherte sich ihren Titel mit einer Zeit von 1:08.82, vor der Favoritin Nouria Newman aus Frankreich und Martina Wegman aus den Niederlanden.

Es war das knappste adidas Sickline Finale der Herren in der Geschichte des Rennens und das dramatischste; nur eine Hundertstel Sekunde weniger und der Sieger hätte einen anderen Namen. Aniol Serrasolses aus Spanien setzte sich mit einer Zeit von 1:01.70 an die Spitze des Feldes und nahm im Hot Tub Platz. Dane Jackson (USA), Alexander Grimm (GER), Zeno Ivaldi (ITA), Antoine Launay (POR) und Hannes Aigner (GER) hatten alle ihre Chance, ihn zu verdrängen, aber konnten es nicht. Somit gab es nur noch zwei Athleten, die Aniol den Titel streitig machen konnten: sein Brunder, der amtieren Extremkajakweltmeister Gerd Serrasolses und der dreifache adidas Sickline Champion Sam Sutton. Gerd Serrasolses legte eine Zeit von 1.02.36 vor – gut, aber nicht gut genug. Sollte es Sam Sutton, der so oft auf dieser Strecke dominierte, womöglich einen vierten Titel gewinnen? Sein Lauf war fast fehlerlos und als er um die perfekte Linie kämpfte, schrie das Publikum seine Unterstützung förmlich hinaus, aber es reichte nicht – Sam verpasste den Titel um 0.01 Sekunden. Eine Millimeterentscheidung.

Somit sind Aniol Serrasolses und Sandra Hyslop die adidas Sickline Extreme Kayak World Champions 2016, Sam Sutton (NZL) und Nouria Newman (FRA) können sich über Silber freuen, Dane Jackson (USA) und Martina Wegmann (NED) über Bronze.   

NUR DIE BESTEN KOMMEN WEITER

Die insgesamt 52 Finalisten, die an der Wellerbrücke ins Rennen gehen, treten in einem 'Head-to-Head' Format gegeneinander an. Das heißt der schnellste der Qualifikation 'duelliert' sich mit Platz 52, der zweitschnellste mit Platz 51 und so weiter. Die drei Medaillengewinner des Vorjahres werden anhand eines Zeitlaufs auf der Qualistrecke in das Wettkampfraster eingeordnet. Der jeweils schnellere Kajaker eines Laufs kommt in die nächste Runde, gemeinsam mit zwei 'Lucky Losern' - den zwei Zeitschnellsten der ausgeschieden Top 52 Athleten. Auch die Top 28 treten wieder im Dual-Modus gegeneinander an. Die 14 Athleten, die sich in dieser Runde durchsetzen, kämpfen gemeinsam mit zwei 'Lucky Losern' - den zwei Zeitschnellsten der ausgeschieden Top 28 Athleten - um Weltmeisterehren. Im Superfinal siegt die schnellste Zeit. Jeder der Top 16 hat genau einen Versuch, sich einen Platz auf dem Podium zu sichern. Der Athlet mit der langsamsten Zeit aus dem vorangegangen Lauf startet als erster - und nimmt auf dem Hotseat, dem Thron des Zeitschnellsten, Platz. Seine Zeit muss nun im Finale unterboten werden. Wer schneller ist, darf den Führenden von seinem Thron stoßen. Und wer am Ende noch auf dem Hotseat sitzt, ist verdienter Weltmeister.

SAFETY FIRST

An der Wellerbrücke wartet die Ötzaler Ache, mit einer der weltweit schwierigsten Wildwasserpassagen, auf perfekte Voraussetzungen, um dort die besten Extremkajaker der Welt zu küren. "Absicherung ist in unserem Sport lebenswichtig und gehört beim Wildwasser-Kajaken eigentlich zu den Routineaufgaben", sagt Olaf Obsommer, Vater der Sickline. "Aber es ist schon was anderes, ob man für eine kleine Gruppe von Paddelkollegen, die man sehr gut kennt, verantwortlich ist oder für eine Gruppe von 170 Athleten aus 25 Nationen. Da muss man schon ganz andere Geschütze auffahren."

Wasserrettung, Bergrettung und Österreichisches Rotes Kreuz arbeiten bei der adidas Sickline WM Hand in Hand, um die bestmögliche Absicherung der Athleten aus aller Welt zu gewährleisten. Dabei kommt es auch zum Einsatz innovativer Rettungsmittel, wie einer redundanten Seilbahn, die von der Bergrettung Tirol bereits im Vorfeld der Veranstaltung errichtet wird, um Rettungswege- und Rettungsintervalle in dem äußerst schwierigen Einsatzgelände zu verkürzen und den Rettungskomfort zu erhöhen. Die herausfordernde Aufgabe ist gleichzeitig eine willkommene Übung für das reibungslose Zusammenspiel der Einsatzkräfte zu Land, zu Wasser und am Berg.

"Durch die adidas Sickline WM haben wir die Möglichkeit, unser Know-how und Können eindrucksvoll in einem schwierigen Gelände zu demonstrieren", sagt Peter Veider, Geschäftsführer der Bergrettung Tirol. "Wir freuen uns schon auf die diesjährige Veranstaltung." Auch Michael Huber von der Österreichischen Wasserrettung Tirol ist von der  Zusammenarbeit mit den anderen Rettungskräften und den Organisatoren im Rahmen der adidas Sickline WM begeistert: "Obwohl wir bereits mehrere internationale Events abgesichert haben, ist die Größe und der Umfang dieser Veranstaltung etwas besonderes. Die Bereitschaft seitens des Veranstalters ein solch umfangreiches Sicherheitskonzept zu erstellen und dann auch umzusetzen, war für uns gänzlich neu. Da das Thema Sicherheit im Vordergrund steht, würden wir diese Weltmeisterschaft als vorbildlich bezeichnen." Unterstützt werden die Rettungskräfte durch die Kajakexperten von swiftwater-rescue, die in Safety-Kajaks, im Wasser und mit Wurfsäcken an Land zusätzlich ein hohes Maß an Sicherheit garantieren.

"Ich glaube es gibt wenige Sportevents, die ein so hohes Augenmerk auf die Sicherheit legen", sagt Race Director Mike Hamel, Geschäftsführer der umsetzenden Agentur Planet Talk. "Wir denken immer einen Schritt voraus. Wir haben beispielsweise für alle teilnehmenden Athleten eine persönliche Unfallversicherung abgeschlossen. Zum Glück mussten wir in den vergangenen Jahren noch niemanden bergen aber bei Rettungsaktionen tritt häufiger das Problem auf, dass der Gerettete nicht ausreichend versichert ist. Hiervor wollen wir unsere internationalen Teilnehmer schützen und haben eine Unfallversicherung für das Wochenende in der Startgebühr inkludiert, die für Bergungskosten wie Helikoptereinsatz, Rücktransport, Invalidität oder kosmetische Operationen eintritt."

RUNDUM-SERVICE FÜR ATHLETEN

Auch in diesem Jahr können sich die WM-Teilnehmer wieder auf einen perfekten Rundum-Service für die Athleten inklusive kostenloser Physiotherapie im Reload Center von Titelsponsor adidas freuen. "Die Athleten stehen für uns immer im Mittelpunkt, egal welchen Sport wir unterstützen", sagt Axel Burkhardt, Director Outdoor adidas Global Sports Marketing. "Mit der adidas Sickline WM wollten wir einen Event für die Szene schaffen und ich freue mich, dass die Veranstaltung Jahr für Jahr so gut angenommen wird. Ich möchte mich vor allem bei unseren hochkarätigen WM-Teilnehmern aus aller Welt bedanken, die den Event mit ihrer herausragenden sportlichen Leistung zu dem gemacht haben, was er ist."

ANMELDUNG AB APRIL

Ab dem 1. April 2017 können sich die Teilnehmer für die adidas Sickline Extreme Kayak World Championship online registrieren. Die Startgebühr beträgt EUR 129,- und beinhaltet neben dem Startgeld, ein adidas Sickline Event T-Shirt, Zugang zum adidas Reload Center, drei Abendessen (Donnerstag/ Freitag/ Samstag), zweimal Lunch an der Strecke (Freitag/ Samstag) sowie einen umfangreichen Unfallversicherungsschutz für das Wochenende. Für eine Teilnahme muss man mindestens 18 Jahre alt sein und Wildwasser der Stufe V beherrschen.